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Winter-Vorschau der Odenwälder Zeitung

von Michael Kochendörfer

Rimbach. Faktisch abgestiegen in der vergangenen Saison legte der FSV Rimbach in der Fußball-Kreisliga A eine hervorragende Halbserie hin: Dennoch, so resümiert Sportlicher Leiter und Co-Trainer Thomas Ginader, „liegen wir ,nur‘ auf Platz fünf“. Damit spricht er eine Vielzahl verschenkter Punkte an, als der FSV mehrmals als bessere Mannschaft nur mit einem Unentschieden den Platz verließ; so zuletzt in Bensheim oder Aschbach.

Das Kunststück gelang mit demselben Spielertrainer, Ayhan Özdemir (33), und quasi derselben Mannschaft. Nur Ylli Cermjani ist dazu gekommen: „Und der macht den Unterschied“, sagt Ginader. Das bezieht er auf die spielerischen Fähigkeiten des 19-Jährigen, auf dessen Übersicht (er schoss drei Tore von der Mittellinie aus), auf dessen Qualitäten als Vorbereiter für Torschützenkönig Amir Duric (21 Treffer) und auf eigene Torjägerqualitäten (er selbst erzielte zwölf Tore).

„Blöder Kommunikationsfehler“

Das hat sich auch im letzten Spiel vor der Winterpause, dem 0:0 gegen den VfB Lampertheim, bemerkbar gemacht, als der verhinderte Ylli insbesondere im Spiel nach vorne vermisst wurde. Zudem wurde das Spiel wegen eines „blöden Kommunikationsfehlers“ (Ginader) und der Einwechslung eines Spielers, der ursprünglich nicht auf dem Spielberichtsbogen stand, mit 0:3 gewertet. Das sind die bisher einzigen Punkteverluste, die der FSV zu Hause hinnehmen musste.

Ylli Cermjani (er kam aus der Jugend des 1. FC Saarbrücken) hat sein Bleiben bis Saisonende trotz guter Angebote bereits zugesagt. Sein Bruder Arben wird in der Vorbereitung wieder voll einsteigen. Das ist ein Teil der positiven Nachrichten, die Ginader zu vermelden hat. Er schreibt das bisher überraschend gute Abschneiden des FSV gerade der Arbeit von Spielertrainer Ayhan Özdemir zu. Ihm ist es gelungen, eine Mannschaft zu formen. Der dünne Stammkader musste stets durch Spieler der zweiten Mannschaft und aus der A-Jugend ergänzt werden: „Sie alle machten ihre Sache sehr, sehr gut“, betonen Özdemir und Ginader unisono.

Das wesentliche Merkmal für den Erfolg ist aus Sicht von Ginader allerdings, dass die Mannschaft pfleglich miteinander umgeht: „Respektvoller und fairer Umgang auch innerhalb der Mannschaft sind oberstes Gebot“, zählt er ein weiteres Verdienst von Özdemir auf: „Wir wussten auch vorher schon, dass wir eigentlich gute Spieler in unseren Reihen haben.“ Die gute Platzierung, der noch immer nicht in Ferne gerückte Kampf um Platz zwei sind von daher nicht oberste Maxime: „Wenn die mannschaftliche Geschlossenheit, die Disziplin weiterhin gepflegt werden, sind wir ohnehin vorne mit dabei“, ist sich Ginader sicher.

Dazu vermeldet er weitere Verstärkungen. Saldiray Durmaz kommt. Vor Jahren trug sich der bald 30-jährige Stürmer noch ganz vorne in die Torjägerlisten, insbesondere bei seinem Stammteam SV Unter-Flockenbach II ein. Sein Manko: Berufliche Verpflichtungen im Einzelhandel erschweren ihm eine geregelte Trainingsbeteiligung.

Durmaz und Pfahl kommen

Zurück nach Rimbach kommt mit Nico Pfahl (zuletzt FC Ober-Abtsteinach) ein weiterer Stürmer. Ginader kennt ihn als Trainer und Betreuer gut.

Mit den Neuzugängen „kann die Last des Angriffs“ von Amir Duric und Ylli Cermjani auf mehrere Schultern verteilt werden. mk

  

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