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DSG Rimbach/Auerbach wird Meister der Kreisoberliga Darmstadt

B-Juniorinnen verlieren das Endspiel um die Meisterschaft

Rimbach. Drei Jahre nach ihrer Gründung feierten die Fußballerinnen der Damenspielgemeinschaft (DSG) Rimbach/Auerbach die Meisterschaft in der Kreisoberliga Darmstadt. „Damit war nicht unbedingt zu rechnen“, sagte DSG-Trainer Jens Klische, der sich seit 2013 stark für den Rimbacher Mädchen- und Frauenfußball engagiert und seit zwei Jahren Frauentrainer ist. Parallel dazu ist der 53-jährige Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik auch Jugendleiter beim FSV Blau-Weiß.

Nach Platz zwölf in der Premierensaison und Platz sechs in der vergangenen Runde wollte die Mannschaft, die in etwa je zur Hälfte aus Rimbacherinnen und Auerbacherinnen besteht, zwar oben mitmischen, am Ende sprang dann sogar der Titel mit 38 Punkten und 46:20 Toren heraus. Die Konkurrenten SV Kleestadt (36 Punkte) und DJK/SSG Darmstadt (35) mussten sich geschlagen geben. Die beiden anderen Kreis-Vertreter, die FFG Winterkasten/Reichenbach II (19) und der SV Unter-Flockenbach (18), landeten übrigens auf dem sechsten bzw. siebten Platz.

Die DSG Rimbach/Auerbach profitierte auch von ihrer guten Nachwuchsarbeit, denn B-Juniorinnen halfen immer wieder aus. So absolvierte beispielsweise die 17-jährige Julia Schneider im zentralen Mittelfeld fast alle Spiele bei den Damen und in der Jugend. Das Eigengewächs habe sich seit der E-Jugend gut entwickelt, lobte Trainer Klische, der in Richard Weidmann eine rechte Hand hat.

Starke Abwehr

Der Meister verfügt über eine gute Abwehr, in der Torhüterin Lorena Gorr und Innenverteidigerin Aina Mann starke Leistungen zeigten und auch schon das Interesse von anderen Vereinen weckten. Anouk Weirich sorgt aus dem Mittelfeld heraus für Torgefahr. Torgefährlich ist auch immer noch die mit 32 Jahren älteste Spielerin im Team, Jennifer Wagner. Die höherklassig erfahrene Spielerin war zur Stelle, wenn sie gebraucht wurde, und erzielte auch das wichtige Tor zum 1:0-Sieg in Darmstadt. „Ab diesen Zeitpunkt habe ich geglaubt, dass wir den Titel tatsächlich holen können“, sagte Klische, dessen Mannschaft auch beim 0:0 gegen den SV Kleestadt erstmals überhaupt einen Punkt gegen den Angstgegner holen konnte.

Die nächste Saison in der Gruppenliga wird für den Aufsteiger eine Umstellung. Und tatsächlich habe man überlegt, so Klische, ob man überhaupt aufsteigen solle. „Aber wenn wir es nicht gemacht hätten, wären einige Spielerinnen abgewandert. Wir wollen es probieren“, sagte der Trainer, der den Klassenerhalt als Saisonziel ausgibt.

Spielerinnen machen Abitur

In der kommenden Runde wird Klische aber Abstriche machen müssen, denn acht B-Juniorinnen machen Abitur und stehen damit nur eingeschränkt zur Verfügung. Auf dem Papier hat der Coach etwa 30 Spielerinnen stehen, am Ende werde es aber wohl ein harter Kern von 18 Frauen sein, so Klische.

Die B-Juniorinnen des FSV Rimbach haben die Meisterschaft in der Region-Liga dagegen am letzten Spieltag verpasst. Beim direkten Konkurrenten VfL Michelstadt hätte ein Punkt zum Titel gereicht, aber die Rimbacherinnen unterlagen 1:2. Somit mussten sie dem Gegner zum Titelgewinn gratulieren. „Natürlich war die Enttäuschung nach dem Spiel groß. Aber wir haben dennoch eine Supersaison gespielt“, sagte Jens Klische, der auch diese Mannschaft betreut, nachdem ein Vorsprung in der Rückrunde verspielt wurde. Der Trainer lobte den großen Zusammenhalt im Team, aber auch mit den Eltern sei viel auf die Beine gestellt worden. „Es gab viele gemeinsame Unternehmungen, das ist so nicht alltäglich“, meinte Klische, der sich auch für die Unterstützung durch die Sponsoren bedankte. Viele Spielerinnen rücken nun in den Damenbereich auf und werden den Konkurrenzkampf anheizen. Klische macht schon jetzt klar: „Ich brauche sie alle.“

Die nächsten Nachwuchsspielerinnen werden in der D-Jugend neu aufgebaut. Mit der E-Jugendlichen Lilly Ripper, die noch bei den Jungs mitspielt, hat der FSV Rimbach sogar eine Hessenauswahlspielerin in seinen Reihen. Sie schießt Tore am Fließband. Klische: „Ich weiß nicht, ob wir sie lange halten können.“

Preis der Egidius-Braun-Stiftung

2004 kam Jens Klische aus Norddeutschland in den Odenwald. Er spielte auch in der zweiten Mannschaft des FSV Rimbach und stieg unter Trainer Thomas Ginader von der D- in die C-Liga auf. Sein Söhne sind ebenfalls aktiv. Alexander stieß zu den Senioren, Philipp Klische spielt noch in der Jugend. Vom 16. bis 22. Juli fahren einige Spieler der JSG Rimbach/Zotzenbach übrigens zu einer Fußballfreizeit nach Malente, denn die Odenwälder haben nach einer Bewerbung durch Jens Klische einen Preis der DFB-Stiftung Egidius Braun gewonnen. beg


Quelle: www.wnoz.de

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