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Saisonstart am 1. September anvisiert

Beim Hessischen Fußball-Verband laufen die Planungen für die neue Saison / Beginn ist aber von der Entwicklung der Pandemie abhängig

Von Stefan Jünger

Quelle www.wnoz.de

Kreis Bergstraße/Frankfurt. Auch im Kreis Bergstraße stehen die Amateurfußballer in den Startlöchern. Nachdem beim virtuellen außerordentlichen Verbandstag am vergangenen Samstag der Abbruch der Runde 2019/20 beschlossen wurde, geht der Blick bei den Vereinen jetzt auf die neue Saison. Der Beginn hängt natürlich von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie ab, doch auch beim Hessischen Fußball-Verband (HFV) laufen die Planungen zu einer Verbandsrunde unter den aktuellen Bedingungen auf Hochtouren, wie Matthias Bausch, stellvertretender Verbandsfußballwart, im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt.

Vorlaufzeit von 14 Tagen

„Nach jetzigem Stand planen wir den Start am 1. September“, führt er aus. Grundlage dafür ist die weiterhin positive Entwicklung des Infektionsgeschehens in Hessen, die sich zuletzt in neuen Lockerungsmaßnahmen der Hessischen Landesregierung dokumentiert hat. Aufgrund von aktuellen Informationen von HFV-Präsident Stefan Reuß, seines Zeichens auch Landrat des Werra-Meißner-Kreises, will die Landesregierung offenbar ab Mitte August wieder Wettkampfsport und damit auch Fußballspiele zulassen. „Mit einer Vorlaufzeit von 14 Tagen könnte es dann im September losgehen“, so Bausch.

Bei einer Besprechung des Vorsitzenden des Verbandsausschusses für Spielbetrieb und Fußballentwicklung, Jürgen Radeck, und Bausch mit den hessischen Regionalbeauftragten wurden verschiedene Szenarien durchgespielt, auch im Hinblick auf einen späteren Saisonbeginn im Oktober oder sogar erst im November. „Nur wenn wir im September starten können, wird eine komplette Runde mit Vor- und rückspielen möglich sein. Mit jeweils zwei Spieltagen unter der Woche im September und Oktober könnte die Saison dann am 12. Juni 2021 beendet werden. Es ist klar, dass wir hier dann keine Aufstiegs- oder Relegationsspiele durchführen können“, erklärt Bausch auch im Hinblick darauf, dass es in den höheren Ligen zu Klassenstärken von 20 Mannschaften oder sogar noch mehr kommen kann.

Bevor es mit der neuen Runde des Kreis- und Hessenpokals weitergehen kann, muss die aktuelle noch beendet werden. Der HFV muss einen DFB-Pokalteilnehmer melden, auch weil durch dessen Teilnahme Pokalgelder vom DFB nach Hessen fließen. Im Kreis Bergstraße steht das Halbfinale noch aus, bevor das Endspiel stattfinden kann, in anderen Kreisen muss sogar noch das Viertelfinale ausgetragen werden.

Als Spieltage sind Dienstag und Mittwoch, 1. und 2. September, vorgesehen. Sollten es die Corona-Lage und die Anordnungen der Landesregierung ermöglichen, soll auch schon das letzte August-Wochenende dafür genutzt werden. „Die Kreispokalsieger 2019/20 sollen nach Möglichkeit bis Mitte September feststehen, damit wir den Hessenpokal 20/21 hoffentlich Ende September mit der ersten Hauptrunde beginnen können“, heißt es dazu in der Vorabinformation an die Kreisfußballwarte.

Wird es aufgrund der Corona-Krise zu einem späteren Beginn kommen, gibt es mehrere Überlegungen, wie die Runde gestaltet werden kann. Klar ist laut Bausch, dass aufgrund der verkürzten Spielzeit keine Hin- und Rückrunden bis Mitte Juni 2021 ausgespielt werden können – mit Ausnahme der Ligen mit bis zu 14 Mannschaften.

Deshalb steht jetzt die Austragung einer einfachen Runde nur mit Hinspielen im Raum. „Ob dieses Szenario mit einer anschließenden Auf- und Abstiegsrunde – Play-off/Play-down – oder einer Relegationsrunde beendet werden kann, hängt maßgeblich vom Verlauf der Pandemie und den damit einhergehenden behördlichen Auflagen und Verordnungen ab“, erklärt er. Ein Aufteilung der Ligen auf zwei Gruppen erscheint dagegen wenig praktikabel: „Gerade in den höheren Klassen ist es fraglich, wie man diese Aufteilung vornehmen soll. Hier überwiegen die Nachteile die Vorteile klar.“

Bei diesen Überlegungen spielt zudem eine Rolle, ob die Runde durch die Pandemie auch wieder unterbrochen werden könnte. Eine Wertung mit Quotientenberechnung, wie sie zu der nun abgebrochenen Saison herangezogen wird, ist demnach nur dann möglich, wenn 50 Prozent der Spiele absolviert wurden. „Hier sind die Gespräche aber noch nicht abgeschlossen, geschweige denn durch den Verbandsspielausschuss beschlossen worden“, betont Bausch und weist darauf hin, dass der Rahmenterminplan sowie ein entsprechender Alternativplan für einen möglichen späteren Beginn der Spiele in Arbeit sind. Diese sollen dann durch den Verbandsspielausschuss beschlossen und danach entsprechend veröffentlicht werden.

Im Moment geht es aber auch noch um die Abwicklung der abgebrochenen Saison. Bis zum 30. Juni können die Vereine noch einen freiwilligen Abstieg melden. Davon haben im Kreis Bergstraße Verbandsligist SG Unter-Abtsteinach sowie die beiden A-Ligisten VfB Lampertheim und FV Hofheim Gebrauch gemacht. Bis zum 5. Juli haben die Vereine dann Zeit, ihre Mannschaften für die neue Saison zu melden, erst dann wird sich zeigen, welche Stärke die Ligen für die neue Saison haben.

„Alle Planungen sind abhängig vom weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens und den dann gültigen behördlichen Auflagen“, macht Bausch abschließend deutlich. Und auch der Bergsträßer Kreisfußballwart Reiner Held weist darauf hin, dass „wir abwarten müssen, wie sich alles entwickelt“.

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