Es war kein fußballerischer Leckerbissen, den die Zuschauer am Sonntag zum Rimbacher Frühling gegen den TV Lampertheim geboten bekamen. Es war vielmehr der oft zitierte „Arbeitssieg“, den die Blau-Weißen beim 2:1 gegen die schwer zu bespielenden Gäste zu verbuchen hatten.
Möglicherweise hätte das Spiel zur Halbzeit entschieden sein können, wurden den Rimbachern gleich zwei vermeintliche Elfmeter und ein mögliches Tor von Feller verweigert, als sein Kopfball von der Unterkante der Latte wahrscheinlich hinter die Linie und durch den Drall wieder heraussprang. Der TVL spielte es hinten heraus recht ordentlich, in der Offensive traten sie aber nur bei Standards in Erscheinung. Auch Lampertheim hätte in der zweiten Halbzeit einen Strafstoß bekommen müssen.
Es begann sehr gut für den FSV, denn gleich mit der ersten guten Aktion zappelte der Ball im Netz, Darius Zielonkowski traf aus 10 m halblinker Position (8.). Noch in derselben Minute sprang ein Heber von Patrick Feller im Strafraum auf und dopste über die Latte. Der Aufreger mit dem vermeintlichen Tor ereignete sich dann in der 10. Minute. Im weiteren Spielverlauf zeigte Torwart Eric Kamprath eine gute Parade gegen Feller (24.) und ein Schuss aus der 2. Reihe von Robin Hechler ging über das Tor (29.).
Mit dem ersten Auftritt in der Offensive kam Lampertheim dann zum Ausgleich. Nach einem Blackout in der Rimbacher Hintermannschaft war es für Sebastian Kutschera ein Leichtes, den Ball ins leere Tor zu schießen (38.). Daraufhin wurde der Gast munter. Stephano Kouvaras rettete das Unentschieden mit einem klasse Reflex gegen David Gerber, der stand vor seinem Alleingang aber auch mindestens einen Meter im Abseits (42.).
Rimbach war auch in der 2. Hälfte die aktivere Mannschaft und versuchte weiter, den Lampertheimer Abwehrriegel zu knacken. Dies gelang dann in der 55. Minute. Amir Duric leistete die Vorarbeit und Philipp Klische machte das vielumjubelte 2:1. Der nach wie vor glücklose Feller scheiterte in der 64. Minute einmal mehr an Kamprath, eine Minute später wurde ein Schuss von Duric noch zur Ecke abgefälscht.
Durch viele Verletzungsunterbrechungen gab es eine üppige Nachspielzeit. Die Lampertheimer kamen nicht mehr gefährlich vors Tor, Rimbach verteidigte gut. Aber sie hatten noch eine Schussmöglichkeit, der Ball von Pascal Hoffmann aus rund 22 m ging aber drüber. In der aufregenden Schlußsequenz kam es dann noch zu einer Rudelbildung, bei der nach dem Schlusspfiff Torwart Kamprath und Daniel Haas die gelb-rote Karte sahen. Der Sieg für die Rimbacher war verdient. RR
FSV Rimbach – TV Lampertheim 2:1 (1:1)
FSV: Stephano Kouvaras – Dennis Proyer, Loris Ginader (88. Manuel Kohl), Manuel Kohl (46. Philipp Klische / 86. Philipp Weis), Christian Kohl, Felix Plücker, Timo Spies, Robin Hechler, Patrick Feller, Amir Duric (78. Mathis Neumann), Darius Zielonkowski (90.+1 Mahmoud Elbaghdadi).
TVL: Eric Kamprath – Noah Deuser, Phillip Menges, Nils Franck, Niklas Christmann, Samet Görgülü, Niklas Klotz, Sebastian Kutschera (83. Pascal Hoffmann), David Gerber, Johannes Klotz (66. Louis Menges), Daniel Haas.
Tore: 1:0 D. Zielonkowski (8.), 1:1 Kutschera (38.), 2:1 Klische (55.).
SR.: Ediphan Pehlivanli / SV Viktoria Klein-Zimmern
ZS.: 120
VK.: Gelb-Rote Karten gegen Kamprath und Haas (TVL) nach Rudelbildung (90.+11).