Knappe Derby – Niederlage am Kerwesamstag

Rimbach kämpft im Rahmen seiner Möglichkeiten, aber die SG gewinnt mit 2:1

Eingewechselt, getroffen, gewonnen: SG-Joker entscheidet Derby

Nach seiner Verletzungspause wird Nicholas Stephan zum entscheidenden Mann für die SG Lörzenbach/Mitlechtern. Doch vor 600 Zuschauern entwickelt sich ein Derby, das bis zum Schluss auf der Kippe steht.

Rimbach. Die SG Lörzenbach/Mitlechtern bleibt in der Fußball-Kreisoberliga in der Erfolgsspur. Im Derby beim FSV Rimbach gewann der Tabellendritte vor der stattlichen Kulisse von gut 600 Zuschauern in einer phasenweise zerfahrenen, aber bis in die Nachspielzeit hinein spannenden Auseinandersetzung mit 2:1 Toren. Die Gastgeber lieferten der SG einen harten Kampf und betrieben damit Wiedergutmachung für die Klatsche bei der SG Unter-Abtsteinach, auch wenn sie am Ende mit leeren Händen dastanden.

Gegen einen gut geordneten und in der Defensive stabil stehenden FSV hatte Lörzenbach/Mitlechtern Probleme, ins Spiel zu finden. So gehörte die Anfangsphase den Hausherren, die mit schnell vorgetragenen Vorstößen über die Außenbahnen für Gefahr sorgten. Dabei nutzten die Rimbacher immer wieder die zahlreichen einfachen Ballverluste des Gegners aus. So verfehlte beispielsweise Felix Pflücker mit einem Schuss aus 18 Metern nur knapp das Tor (14.).

Erst nach einer guten halben Stunde wurden die Aktionen der SG druckvoller, und so verbuchte sie bis zur Pause mehrere gute Abschlüsse. Doch entweder konnten die FSV-Verteidiger die Schüsse abblocken oder die Torhüter – für den verletzten Stephano Kouvaras musste Julian Blümle zwischen die Pfosten (33.) – parierten. Pech hatte Dean Hebling mit einem Pfostentreffer (39.).

Nach dem Wechsel konnte sich der FSV zunächst vom Druck befreien und die Partie wieder offen gestalten. Schließlich war es dann aber eine Auswechslung des SG-Trainerduos Ron Hachenberger und Jonas Maurer, die der Partie die Wendung geben sollte. Nach einer knappen Stunde brachten sie den zuletzt verletzt pausierenden Nicholas Stephan für Hebling, der dann zum Matchwinner avancieren sollte. Nur fünf Minuten später sorgte er für Jubel aufseiten der Gäste, als er eine präzise Flanke von Christoph Kilian per spektakulärer Volleyabnahme zum 1:0 unter die Latte wuchtete. Jetzt war die SG hellwach, und nur vier Minuten später schloss Tim Krauß nach schönem Zuspiel von Stephan mit einem Flachschuss ins linke Eck zum 2:0 ab.

In dieser Phase hätten die Gäste die Partie entscheiden können, denn Denis Dörsam und erneut Krauß kamen aus aussichtsreichen Positionen zum Schuss, zielten jedoch knapp vorbei (69./71.). Die Partie schien nun zugunsten der SG zu laufen, doch die Rimbacher steckten noch lange nicht auf. Stattdessen warfen sie in der letzten Viertelstunde alles in die Waagschale, und wer weiß, wie das Spiel noch gelaufen wäre, hätte Ermin Karadolami eine Hereingabe aus kurzer Distanz nicht über das Gehäuse gesetzt (81.). Patrick Feller sorgte dann aber für eine heiße Nachspielzeit, als er in der 90. Minute per Heber über Torhüter Philippas Schmitt auf 1:2 verkürzte. Doch mehr ließ die SG nicht zu.

FSV-Trainer Oliver Zeug gratulierte den Gästen nach dem Abpfiff zu einem nicht unverdienten Sieg, zollte seiner Mannschaft aber ein großes Lob: „Die Jungs haben alles reingeworfen und ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben die SG an einem Tag erwischt, an dem man gegen sie etwas hätte holen können. Da musst du aber aus den Chancen, die du hast, auch Tore machen. Die beste Möglichkeit hatte Ermin Karadolami zehn Minuten vor dem Ende. Wenn er die macht, wird’s in den letzten Minuten noch mal richtig spannend. Timo Spies und Janis Zielonkowski stachen aus einer sehr guten Mannschaftsleistung heraus. Ich glaube, dass jeder auf seine Kosten gekommen ist, weil man zwei starke Mannschaften auf dem Platz gesehen hat.“

„Das war die erwartet schwere Partie“, sagte SG-Coach Hachenberger. „Obwohl viele dachten, das wird ganz einfach für uns. Wir waren aber nicht gut im Spiel und waren viel zu ungenau. Durch die Wechsel haben wir dann aber noch mal neuen Schwung reingebracht, gerade über Nicholas Stephan, der das erste Tor gemacht und das zweite vorbereitet hat. In der Summe war es wohl verdient, aber wenn wir hinten liegen, können wir uns auch nicht beschweren. Aber wir haben die drei Punkte geholt, mit dem Sieg der 1b sogar sechs. Demnach war der Spieltag für uns doch gelungen. Und jetzt freuen wir uns auf vier Heimspiele zum Jahresabschluss.“

FSV Rimbach: Kouvaras (33. Blümle), Bischof, C. Kohl (93. Köferstein), Plücker, Brom, Hechler, Zielonkowski (74. Karadolami), Spies, M. Kohl (74. Olejniczak)), Mohammes, Feller.

SG Lörzenbach/Mitlechtern: Schmitt, Mades, N. Kilian (46. Hohrein), J. Schneider, L. Schneider, Trares (58. Hirsch), Dörsam, Ripper, C. Kilian, Hebling (58. Stephan), Krauß (74. Rettig).

Text: Stefan Jünger / www.wnoz.de

Bilder: Katrin Oeldorf / www.wnoz.de und Dagmar Jährling / www.echo-online.de