Im Stil eines Tabellenführers ließ sich der FSV Rimbach auch von einem 0:1-Rückstand beim TSV Hambach nicht aus der Ruhe bringen, drehte die Partie noch vor der Pause, baute seine Führung weiter aus, geriet kurzzeitig nochmals unter Druck und feierte schließlich einen souveränen 6:2-Erfolg. FSV-Sprecher Roland Rettig erklärte: „Natürlich weiß jeder, dass in Hambach besonders beengte Platzverhältnisse herrschen. Aber man muss sich immer wieder neu darauf einstellen.“ Matchwinner war Christian Kohl, der gleich drei Treffer erzielte – zwei davon mit seiner Spezialität: platzierten Freistößen aus größerer Distanz. Amir Duric stand 54 Minuten auf dem Platz – seine Präsenz wirkt sich beim FSV stets positiv aus. In einer starken Phase der nie aufgebenden Hambacher glänzte Torwart Julian Blümle mit mehreren Paraden und beherzten Rettungstaten. Rettigs Fazit: Der FSV habe den Sieg verdient, da er „wie ausgewechselt aus der Kabine kam und in der zweiten Hälfte klar tonangebend war“.
FSV Rimbach: Blümle; L. Ginader (75. Manuel Kohl), Proyer (67. J. Keil), Plücker, Spies, Olejniczak (46. Darius Zielonkowski), R. Hechler, Feller, Duric (54. Weis), Janis Zielonkowski (79. Neumann), Chr. Kohl.
Tore: 1:0 Kopp (15.), 1:1 J. Zielonkowski (42.), 1:2 Plücker (45. + 1), 1:3, 1:4 Chr. Kohl (52., 58.), 2:4 Leineweber (82.), 2:5 Chr. Kohl (89.), 2:6 Feller (90. + 3).
Deutlich zu Hause verloren und trotzdem nicht unzufrieden. Irgendwie wirkte die Gefühlslage von Hambachs Abteilungsleiter Reinhard Wolff nach dem Spiel gespalten. „Natürlich ist es ärgerlich, wenn am Ende sechs Gegentore und eine weitere Pleite stehen. Trotzdem kann ich der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Sie hat bis zum Schluss alles gegeben“, betonte Wolff, der auf der anderen Seite von einem „sehr effizienten“ Gegner sprach, der aber einmal mehr seine Klasse unterstrich: „Der FSV steht absolut zurecht auf Platz eins.“
Das Spiel begann für die Gastgeber optimal, die früh in Führung gingen. „Wir mussten uns auf den kleinen Hambacher Platz erst einmal einstellen und haben knapp 30 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden“, betonte FSV-Sprecher Roland Rettig, der anschließend aber eine überlegene eigene Mannschaft sah. „Bis zum 4:1 waren wir die tonangebende Mannschaft. Danach hatte Hambach ein paar gute Chancen“, so Rettig, der am Ende aber von einem verdienten, „wenn auch vielleicht auch um ein Tor zu hoch ausgefallenen Ergebnis“ sprach. Für Reinhard Wolff hingegen machte die Leistung trotz der deutlichen Niederlage Mut für die letzten beiden Spiele vor der Winterpause: „Auf diese Leistung können wir aufbauen.“
Tore: 1:0 Kopp (15.), 1:1 Zielonkowski (42.), 1:2 Plücker (45.+1), 1:3 Kohl (52.), 1:4 Kohl (58.), 2:4 Leineweber (82.), 2:5 Kohl (89.), 2:6 Feller (90.+3). – Schiedsrichter: Däumler (Hahn). – Zuschauer: 80. – Beste Spieler: Leineweber/Kohl, Ginader, Blümle.


FC Fürth steht im Viertelfinale des Kreispokals
Favorit FC Fürth kommt zu einem verdienten 4:0-Sieg beim FSV Rimbach. Die Gastgeber halten aber gut mit.
Der FC Fürth ist am Dienstagabend mit einem 4:0-Sieg beim FSV Rimbach ins Viertelfinale des Bergsträßer Fußball-Kreispokals eingezogen. „Wir sind sehr früh in Führung gegangen, haben danach aber versäumt, den Sack zuzumachen, und anschließend das Tempo zu sehr herausgenommen. In der zweiten Halbzeit können wir ein wenig glücklich sein, dass wir keinen Ausgleich kassieren. In der Schlussphase war der Sieg dann auch in der Höhe verdient“, sagte FC-Trainer Ralf Ripperger.
Ähnlich sah es Rimbachs Trainer Marcel Reibold, der seine Mannschaft für Einsatz und Kampfgeist lobte. Immerhin erzielte Ole Gärtner nach Zuspiel von Jan Gebhardt bereits nach zwei Minuten die Führung für den Gruppenligisten. „So ein Spiel kann dann auch schnell mal 7:0 oder 8:0 ausgehen“, sagte Reibold. Die Rimbacher wehrten sich jedoch tapfer und hielten bis zur 71. Minute das 0:1. Dann traf Gebhardt nach Vorarbeit von Gensel – 2:0. Fisnik Jaija (74.) verwertete die Vorlage von Luca Ernst zum 3:0. Den Endstand markierte Tim Gensel nach Zuspiel von Turzer.
„Das war eine sehr gute Leistung von uns. Wir haben auch einige Chancen herausgespielt, auch wenn keine hundertprozentige dabei war. Am Ende hat sich die Qualität des FC Fürth durchgesetzt, und es war ein hochverdienter Sieg, der vielleicht ein, zwei Tore zu hoch ausfiel“, so Reibold, der einigen Spielern Einsatzzeiten ermöglichte, die sonst seltener zum Zug kommen. Der Fokus liegt nun auf der A-Liga, wo der Tabellenführer am Sonntag drei Punkte in Hambach holen will. Der FC Fürth empfängt bereits am Samstag die SG Wald-Michelbach zum Gruppenliga-Derby. beg