Wunschkandidat Oliver Zeug tritt im Sommer die Nachfolge von Marcel Reibold als Trainer beim A-Liga-Spitzenreiter an.
Rimbach. „Es war von Anfang an mein Wunschkandidat“, hebt Thomas Ginader hervor. Dem sportlichen Leiter des Fußball-A-Ligisten FSV Rimbach ist es deutlich anzumerken, wie sehr er sich darüber freut, dass es mit der Verpflichtung von Oliver Zeug als neuen Trainer für die Saison 2026/27 geklappt hat. „Er ist ein absoluter Fußballfachmann, bringt unheimlich viel Erfahrung mit und passt sehr gut zu unserem Verein“, nennt er die wesentlichen Gründe dafür.
Ginader musste sich auf die Suche nach einem neuen Coach machen, weil der aktuelle Trainer Marcel Reibold schon vor der Winterpause erklärt hatte, dass er sein Engagement beim FSV aus familiären Gründen im Sommer nach drei Jahren beenden wird. „Er hat die Mannschaft in dieser Zeit sehr gut entwickelt“, ist Ginader voll des Lobs für Reibold. „Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, aber wir akzeptieren natürlich seinen Wunsch, mehr Zeit für die Familie zu haben.“
Schwierige Rückrunde
Der Blick auf die Tabelle unterstreicht diese Feststellung, schließlich führen die Blau-Weißen die A-Liga-Tabelle souverän an und haben sechs Punkte Vorsprung auf den hartnäckigsten Verfolger, den TSV Aschbach, auf Rang zwei. Aber Ginader warnt davor, das Rennen um die Meisterschaft schon als entschieden anzusehen: „Das wird eine ganz schwierige Rückrunde für uns, denn wir müssen bei allen Verfolgern auswärts antreten. Aber die Chance ist natürlich groß, dass wir tatsächlich den Aufstieg in die Kreisoberliga schaffen können.“
So ist dann auch die Verpflichtung des neuen Trainers unabhängig von der Klassenzugehörigkeit der Rimbacher in der nächsten Runde zustande gekommen. Nach Reibolds Absage hat Ginader Kontakt mit Zeug aufgenommen, denn „es gibt nur wenige Trainer, die so viel Erfahrung haben wie er. Und Oli ist jetzt im siebten Jahr bei der SG Hammelbach/Scharbach, so etwas schafft man nur, wenn man Leistung abliefern.“ Zudem spielte der menschliche Aspekt eine wichtige Rolle, gerade auch angesichts der Tatsache, dass der FSV über eine junge Mannschaft verfügt. „Und das wird er sicher gut handhaben.“

Oliver Zeug feuert seine Mannschaft an. Für die nächste Runde tritt er beim A-Liga-Spitzenreiter FSV Rimbach die Nachfolge von Marcel Reibold als Trainer an. Archivbild: Oliver Schilling
Unabhängig von Klassenzugehörigkeit
„Ich freue mich auf die Aufgabe in Rimbach“, erklärt Zeug im Gespräch mit unserer Sportredaktion. Die Voraussetzung dafür war jedoch, dass er sich zuvor entschieden hatte, nach den sieben Jahren im kommenden Sommer aufzuhören. „Nachdem das für mich klar war, war ich froh, dass die Anfrage vom FSV kam. Wir haben uns dann zwei-, dreimal zusammengesetzt und gute Gespräche geführt, und ich habe mich dann auch schnell dazu entschieden, meine Zusage zu geben“, schildert er. Dabei war es für ihn keine Frage, in welcher Klasse der FSV in der kommenden Runde spielen wird. „Wenn es die Kreisoberliga wird, werden wir uns dieser Herausforderung mit großem Engagement stellen“, kündigt er an.
Wichtig für ihn war indes, dass der Kader der Rimbacher zum großen Teil zusammenbleibt. „Das ist ein verschworener Haufen, von daher liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Mannschaft zusammenzuhalten. Das grobe Gerüst steht schon, es gibt nur noch ganz wenige Fragezeichen, und auch die Spieler versuchen die Verantwortlichen zu überzeugen, dass sie weiter mitziehen. Und dann muss man sehen, was noch bis zum Sommer passiert“, merkt Zeug an, der davon überzeugt ist, dass „wir dann gut gerüstet sind, um jede Aufgabe angehen zu können“.
Vierte Trainerstation
Der FSV Rimbach ist jetzt die vierte Trainerstation für Zeug. Als Spieler war er vor allem bei der SG und der Eintracht Wald-Michelbach am Ball und erlebte bei der ET mit dem Aufstieg bis in die vierte Liga seine erfolgreichste Zeit. „Das war eine tolle Erfahrung“, fügt er an. Der 54-Jährige trat dann auch bei der Eintracht seine erste Trainerstation an und schaffte schon im ersten Jahr die Meisterschaft in der Gruppenliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga.
Nach drei Jahren in Wald-Michelbach übernahm er für die nächsten vier Jahre die SG Rothenberg, ehe er zur SG Hammelbach/Scharbach wechselte, mit der er den Aufstieg von der C- bis in die A-Liga schaffte. „Und das mit demselben Kader“, unterstreicht er. Und so gilt aktuell seine ganze Konzentration dem Aufsteiger, mit dem er den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen will. Doch spätestens im Sommer steht dann der FSV Rimbach im Mittelpunkt: „Dann heißt es gemeinsam anpacken.“
Quelle: www.wnoz.de