Newsticker

Immer weniger Schiedsrichter

Kreis Bergstraße. Im Kreis Bergstraße hat noch kein Schiedsrichter in der Corona-Zeit aufgehört. Zumindest diese positive Nachricht kann Kreisschiedsrichterobmann Karlheinz Dörsam (Birkenau) auf Anfrage mitteilen. Auch die Online-Sitzungen laufen gut. Allerdings ändert das nicht am dauerhaften Problem, dass es zu wenige einsatzbereite Schiedsrichter gibt.

Derzeit stehen zwar 150 Unparteiische (2016 waren es noch 200!) auf der Liste, aber Dörsam schränkt ein: „Nicht die Anzahl der Schiedsrichter ist entscheidend, sondern deren Verfügbarkeit. Und die ist in den letzten Jahren doch immer begrenzter geworden.“ Während in anderen Kreisen beispielsweise schon Spiele der E-Jugend besetzt werden können, ist das im Kreis Bergstraße erst ab der D-Jugend möglich.

Coronabedingt stehen derzeit einige Schiedsrichter zumeist aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Wie die Zeit nach der Pandemie aussieht, darüber will der Kreisschiedsrichterobmann, der seit 2008 an der Spitze steht, nicht spekulieren – auch nicht darüber, wer in fünf Jahren die Spiele im Kreis Bergstraße leiten wird. Nicht nur angesichts der sinkenenden Schiedsrichterzahlen müsse wohl vieles auf den Prüfstand gestellt werden. Von daher ist Dörsam auch nicht mit dem jüngsten Neulingslehrgang zufrieden. Nachdem dieser zuvor sogar zweimal mangels Interessenten absgesagt werden musste, kamen diesmal immerhin 13 Teilnehmer zusammen – davon vier allerdings von außerhalb des Kreises. „Wenn alle den Lehrgang erfolgreich abschließen, dann haben wir neun Schiedsrichter mehr“, sagte Dörsam – und das bei 64 Vereinen. Das sei im Vergleich zu früheren Jahren, als 30 bis 35 Personenen am Schiedsrichterlehrgang teilnahmen, zu wenig.

Punktabzüge sind ausgesetzt

Mit den Vereinen ist der Kreisschiedsrichterobmann im ständigen Austausch. Bereits in der vergangenen Saison sind die Klubs wegen Corona von Punktabzügen und Bestrafungen wegen fehlender Schiedsrichter verschont geblieben. Das ist auch diesmal wieder der Fall. Dass dieses „Druckmittel“ erneut ausgesetzt werden würde, konnten die Vereine erahnen – als der der Neulingslehrgang angekündigt wurde, war aber noch keine finale Entscheidung gefallen. Ob im Herbst vielleicht noch ein zweiter Lehrgang angeboten wird, das kann sich Dörsam derzeit kaum vorstellen. beg

Quelle: www.wnoz.de

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen