Zwei Lörzenbächer Derby-Siege vor Mega-Kulisse in Rimbach

Es war alles angerichtet für den großen Derby-Spieltag bei herrlichem Fußballwetter, der Kuchenverkauf durch die Rimbacher Damen, der Getränkeverkauf, „höchstpersönlich geleitet von Steffen Dörr,“ und die drei Herren vom Grill, Arno Rettig, Rainer Fiebiger und Bernd Schaab sorgten für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher. Roland Rettig, 2. Vorsitzender und Stadionsprecher beim FSV heizte die Stimmung noch kurz vor der Begegnung der beiden ersten Vertretungen musikalisch an, jetzt durften noch die Blau-Weißen Akteure liefern und einem perfekten Sommertag wäre nichts im Wege gestanden. Am Ende jubelten aber zweimal die Gäste und als FSV-Anhänger tat es schon ein bisschen weh, den „Derbysieger“-Sprechgesang des Gegners auf eigenem Platz anhören zu müssen.

Beginnen durften die beiden Zweitvertretungen des FSV und SVL, bei denen die Favoritenrolle klar auf Seiten der „aufgerüsteten“ Gäste lag, die mit Kevin Hiller einen überragenden Akteur in ihren Reihen hatten. Dabei begannen die Hausherren ohne jeglichen Respekt vorm Gegner und bestimmten 30 Minuten lang die Begegnung, hatten mehr Ballbesitz und auch die ersten Chancen durch Sven Linssen und Capitano Olli Rettig. Beide scheiterten jedoch mit ihren Abschlüssen am Keeper der Gäste. Wie aus dem Nichts dann die Führung für die Gäste in der 35. Minute, als die Rimbacher Defensive sich selbst ein „Ei“ ins Netz legte. Ein verspätetes Ostergeschenk für die SVL-Reserve von den Blau-Weißen. Ab diesem Zeitpunkt waren die Lörzenbächer dann das bessere Team und legten fünf Minuten später gleich den zweiten Treffer nach. Wieder war Kevin Hiller der Vorlagengeber, der am Ende auf drei Scorerpunkte kam. In der zweiten Halbzeit ließen dann die Gäste kaum mehr was zu und erzielten in der 63. Minute selbst noch einen Treffer zum 3:0 Endstand.   

Rund 500 Zuschauer kamen trotz des Fürther Marktes zum Spitzenspiel, Zweiter gegen Dritter, in der Kreisliga A Bergstraße und sahen einen hochmotivierten SVL, der beim Abschlusstraining 20 Spieler auf den Platz stehen hatte. Die Partie begann so recht nach dem Geschmack des Rimbacher Anhangs, denn nach 7 Minuten setzte sich Loris Ginader auf der rechten Seite durch, seinen Rückpass zu Torjäger Patrick Feller setzte dieser trocken flach ins rechte lange Eck. Kann man besser in ein Derby und Spitzenspiel starten? Anstatt nachzusetzen, die Lörzenbächer Defensive wackelte zu Beginn doch recht heftig, ließen die Rimbacher den Gegner kommen, der dann auch nach 14 Minuten erstmals gefährlich vorm Tor aufkreuzte. Ein gefährlicher Freistoß mit einem anschließenden Direktschuss endete aber in einer Abseitsstellung. Zwei Minuten später fiel dann der Ausgleich für die Gäste, die einen Ballverlust auf der linken Seite eiskalt ausnutzten. Den zurückgelegten Ball von der Grundlinie musste Krauss nur noch einschieben. Die Blau-Weißen legten danach wieder zu und hatten durch Darius Zielonkowski und den agilen Robin Hechler zwei sehr gute Möglichkeiten. Während der Flachschuss von Darius ganz knapp am Pfosten vorbeistrich, musste sich der SVL-Keeper beim Abschluss von Robin ganz schön strecken. Die Hausherren waren in der ersten Halbzeit eindeutig das bessere Team, zur Pause stand es jedoch 1:2, da in der 40. Minute eine Abseitssituation nicht geahndet wurde und die Gäste aus 8 Metern zum erfolgreichen Abschluss kamen. Nach Pause zeigte sich der SV Lörzenbach als das reifere und abgezocktere Team und ließ in der 56. Minute eine 100%-tige Möglichkeit zum dritten Treffer liegen. Einen Konter, der mit einem Rückpass von der Grundlinie optimal gespielt und aufgelegt wurde, schob der SVL doch tatsächlich am freien Tor vorbei. Aber auch die Gastgeber ließen fünf Minuten später eine Großchance aus, Patrick Fellers Lupfer über den herauseilenden Keeper ging ganz knapp am Tor vorbei. Ansonsten ließ der Tabellendritte so gut wie nichts mehr zu, ein Schuss von Timo Spies auf den Torhüter und mehrere Abschlüsse, die alle von der inzwischen stabilen Defensive geblockt wurden, waren noch die einzigen gefährlichen Momente des FSV. Die Zeit lief den Hausherren davon und es öffneten sich nun Räume für Lörzenbach, die zuerst einen Elfer verweigert bekamen, dann aber einen Konter in der 87. Minute zum endgültigen Knockout nutzten.

Die Führung zur Halbzeit war sicherlich glücklich für die Gäste, am Ende verdiente sich der neue Tabellenzweite den Sieg durch eine bessere zweite Hälfte.