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Derbyremis mit zwei verschiedenen Gesichtern der Blau-Weißen

Es ist Derbytime in Rimbach!!! Am 7. Spieltag begrüßen wir den letztjährigen großen Konkurrenten und Mitaufsteiger aus Mörlenbach zum Lokalderby an der Kleiststraße, an den wir in der Rückrunde allerdings keine guten Erinnerungen haben. Gerade mal 119 Tage ist es her, da kassierten die Blau-Weißen auf heimischen Terrain eine bittere „Last-Minute-Pleite“ (2:3), behielten aber trotz der angespannten Situation die Nerven und holten sich danach souverän die Meisterschaft.

Mit Riza Aydogan, den Beka-Brüdern und David Knapp verfügt der SV/BSC schon über „außergewöhnliche“ Waffen in der Schaltzentrale und der Offensive, die es auszuschalten gilt. Der Gast, der sich 2011 zum SV/BSC zusammenschloss, hat eine bewegende Vergangenheit hinter sich. In den letzten 30 Jahren ging es für den damaligen SV Mörlenbach von der Bezirksliga bis in die Oberliga Hessen und dann runter in die Kreisliga B, ehe die Fusion mit dem BSC erfolgte.

Unter dem neuen Spielertrainer Riza Aydogan gelang dem Club in der letzten Saison als Tabellenzweiter der Aufstieg in die A-Klasse und auch hier wollen die Mörlenbacher eine gute Rolle spielen. Das Potenzial dazu ist auf alle Fälle vorhanden. In der noch jungen Saison belegt die Fusionself momentan den 10. Platz und hat auswärts bisher zweimal Remis gespielt und das letzte Spiel in Rodau mit 5:4 gewonnen. In der kurzen Vorbereitung hatten die Gäste wie auch die anderen Teams mit Urlaubern zu kämpfen, dann war da noch die Sache mit der am Ende nicht gespielten Relegation. „Viel taktisch Neues war dadurch nicht möglich, aber wir haben in der kurzen Zeit das Bestmöglichste rausgeholt und die Jungs sind fit und heiß auf das Derby“, so Aydogan kurz vor dem Spiel. Wir müssen eine gesunde Balance finden und nicht übermotiviert sein, es ist zwar ein Derby, aber es hat lange nicht so den Stellenwert wie letzte Saison, wo es für uns noch um die letzte Chance ging. Es wird viel von der Tagesform abhängig sein und am Ende möge der Bessere gewinnen. Der FSV ist heute auch wieder der Favorit, aber die ganzen Spiele waren bisher immer auf Augenhöhe. Wir wollen die A-Klasse halten und dann nach und nach etwas aufbauen und dann schauen wir später mal, ob mal noch mehr geht.

Der FSV sollte also gewarnt sein und seine Konzentration auch über 90 Minuten und mehr aufrecht halten, damit solche späten Gegentore wie in Fehlheim und im Pokal gegen die FSG Riedrode nicht mehr passieren. Dies ärgerte nicht nur die bisher so erfolgreiche Meisterelf der letzten Saison, auch der sportliche Leiter Thomas Ginader bemängelte dies nach dem eigentlich guten Pokalauftritt, bei dem die nackten Zahlen nicht die Leistung widerspiegelte. Verzichten musste Spielertrainer Amir Duric heute auf Gianni Müller, Julian Blümle, Jonas Keil, Loris Ginader und Nicolas Sanchez.

Bei windigem Schauerwetter konnten die Blau-Weißen trotzdem 300 Zuschauer zum Nachbarschaftsduell der beiden Aufsteiger an der Kleiststraße begrüßen. Unter der Leitung von Schiedsrichter Oliver Krause von der SKG Ober-Beerbach hatte zwar der FSV durch Christian Kohls Freistoß in der 8. Minute die erste Chance, doch die Gäste zeigten sich gerade in den ersten 45 Minuten bissiger, zweikampfstärker und waren einfach besser im Spiel. Da war es nicht verwunderlich, dass der SV/BSC schon nach 14 Minuten mit 0:1 in Führung ging. Vorausgegangen war ein Querpass von der rechten Angriffsseite und der zentrale Abschluss, bei dem sogar zwei Spieler aus Mörlenbach frei standen.

Der Tabellenzehnte machte weiter das Spiel und hatte nach 26 Minuten den nächsten Torschuss, der aber drüber ging. Nach 28 Minuten dann der frühe taktische Wechsel auf der linken Abwehrseite, für Okan Ceneli kam Jonas Olejniczak in die Partie. Kurz vor der Pause hatten die Mörlenbacher nach einem Eckball die nächste dicke Möglichkeit. Der Nachschuss aus dem Getümmel wurde aber von Stephano Kouvaras glänzend gehalten. Damit blieb es zur Halbzeit bei der verdienten Führung der Gäste, während beim FSV nichts ging. Viele Fehlpässe, lange Bälle und mangelndes Zweikampfverhalten kennzeichneten das Spiel des Heimteams.

In der Pause musste Spielertrainer Amir Duric wohl die richtigen Worte gefunden haben, denn jetzt stand eine andere, personell unveränderte Mannschaft auf dem Platz. Die ganzen Tugenden die man für ein solches Derby braucht und die man in der ersten Halbzeit hatte vermissen lassen, waren auf einmal da und der Lohn folgte schon in der 50. Minute. Nach einem Freistoß von Christian Kohl brachte Leon Schimunek im anschließenden Gewühl im Strafraum den Ball im gegnerischen Tor unter. Die Blau-Weißen nun mit breiter Brust, vom SV/BSC kam jetzt nicht mehr viel. Fünf Minuten nach dem Ausgleich hatte Patrick Feller nach einer Flanke von Mauro Müller gleich noch eine gute Kopfballchance, die er aber übers Tor setzte. Was er aber dann in der 71. Minute im Strafraum machte, war einfach bockstark. Nach einem Pass von Amir Duric vollendete Patrick Feller aus der Drehung in erstklassiger Torjägermanier.

Das Spiel war zurecht gedreht und in den folgenden 14 Minuten hatten Amir Duric und Patrick Feller drei Hochkaräter auf dem Schlappen, um den Sack endgültig zuzumachen. So kam es dann kurz vor dem Ende der Partie, sehr zum Leidwesen der Blau-Weißen, wie es kommen musste. Zwei Minuten vor dem Ende unterlief die Defensive einen langen Freistoßschlag und ein Mörlenbacher wurde angeblich gefoult, wobei dessen Abschuss zuvor schon neben dem Tor landete. Der Schiedsrichter zeigte trotzdem auf den Punkt und die Gäste ließen sich diese Möglichkeit nicht entgehen. Es war in der zweiten Hälfte erst der zweite Schuss auf das Tor der Gastgeber, ein dritter erfolgte noch in der Nachspielzeit, den konnte aber der Rimbacher Keeper zur Ecke klären. So blieb es für die Hausherren beim unglücklichen, aber über die 90 Minuten insgesamt gesehen, verdienten Punktgewinn für beide Teams.

Robin Hechler, Defensives Mittelfeld, FSV Rimbach:

Das Spiel war in der ersten Halbzeit absolut nicht zufriedenstellend, dabei wollten wir unbedingt eine Wiedergutmachung für die Niederlage in der letzten Saison. Es war 45 Minuten gar nix von uns, ich kann mich an kein vergleichbares Spiel erinnern, wo wir nicht in die Zweikämpfe kamen, nach vorne keine Aktionen hatten und so viele Fehlpässe spielten. Wir können von Glück reden, dass es zur Pause nur 0:1 stand. In der Kabine ist dann Amir lauter geworden und wir haben als Team ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir waren präsenter auf dem Platz und haben das wichtige 1:1 ganz schnell nach der Pause gemacht. Das hat uns Selbstvertrauen gebracht und wir hatten dann den Gegner eigentlich beherrscht und nur zum Schluss zwei Torschüsse zugelassen. Leider haben wir unsere zwei dicken Konterchancen zum 3:1 nicht genutzt und kassieren dann wieder wie in Fehlheim kurz vor Schluss den unnötigen Ausgleich. Da haben wir uns auch wieder hinten rein rücken lassen. Das Ergebnis fühlt sich wie eine Niederlage an, wir haben jetzt innerhalb einer Woche vier Punkte verschenkt. Das Positive ist, dass wir als Aufsteiger immer noch ungeschlagen sind. Für mich war es kein Elfer, der Ball war weg.

Riza Aydogan, Spielertrainer SV/BSC Mörlenbach:

Mir kam es so vor als hätten meine Jungs mehr Bock aufs Derby gehabt, mein Kompliment geht an mein Team, dass die Grundtugenden zu 100 % auf dem Platz umgesetzt hat. In der 2. Halbzeit hat dann auch Rimbach das Spiel angenommen und wir wussten, dass diese Offensive nicht viel Chancen braucht. Wir durften uns nicht in Sicherheit wiegen, aber leider haben wir dann relativ früh den Ausgleich bekommen und das hat Rimbach wieder Sicherheit und das Selbstvertrauen gegeben. Das 2:1 hat dann der Feller einfach überragend gemacht, den musst du im Strafraum eigentlich doppeln. Danach haben wir aber immer dran geglaubt und mit dem glücklichen Elfer dann noch den Punkt geholt. Beide Teams können eigentlich zufrieden sein, die letzten Spiele gegeneinander waren immer auf Augenhöhe, schließlich kennt man sich ja in- und auswendig. Wir hatten vor dem Spiel die Ambition hier nicht zu verlieren, wir wollten unbedingt punkten und das haben wir geschafft. Ich bin stolz auf die Leistung meiner Jungs, die späten Tore in Rodau und auch hier sprechen absolut für uns.

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Gerechtes Unentschieden

Mit einer starken Aktion stoppt der Rimbacher Felix Plücker diesen Mörlenbacher Angriff. Bild: Gian-Luca Heiser

Das Ergebnis geht für beide Teams in Ordnung, doch es wäre auch mehr drin gewesen: Der FSV Rimbach und SV/BSC Mörlenbach trennen sich vor 300 Zuschauern im Derby der Kreisliga A 2:2.

Rimbach. „Wichtig ist, dass für die Zuschauer im Weschnitztal ein Feiertag ist, wenn Rimbach und Mörlenbach gegeneinander spielen“: Das sagt mit Riza Aydogan der Spielertrainer des SV/BSC Mörlenbach nach dem 2:2 im Derby der Fußball-Kreisliga A beim FSV Rimbach vor gut 300 Zuschauern. Das Ergebnis geht in Ordnung, nach dem Spielverlauf und je nach Perspektive.

Rimbach kann sich ärgern, wie die Woche zuvor in Fehlheim spät den Ausgleich kassiert zu haben. Mörlenbach kann sich ärgern, aus dem besser geführten Spiel in der ersten Hälfte nicht noch mehr als eine knappe 1:0-Führung mitgenommen zu haben. So sieht es auch Rimbachs Sprecher Roland Rettig: „Aufgrund zweier völlig verschiedener Hälften geht das Ergebnis in Ordnung. Wir hätten das Spiel in der zweiten Hälfte für uns entscheiden müssen. Doch wenn Torwart Stephano Kouvaras nach dem 2:2 und kurz vor Schluss nicht noch einen Schuss von Dominik Kiessler pariert hätte, wäre das mit dem 2:3 dann doch des Guten zu viel für Mörlenbach gewesen.“

Oliver Alter erzielte in der 14. Minute die verdiente Führung der Gäste. Nach einem schnellen Gegenzug nahm er eine Hereingabe von David Knapp direkt an und leitete den Ball ins Tor weiter. Neben einer Chance für Christian Kohl hatten die Gäste in der ersten Halbzeit noch zwingende Möglichkeiten durch Florian Seltenreich, Knapp und Aleksander Qoku. Dessen Kopfball strich nur knapp über die Latte.

In der zweiten Hälfte präsentierte sich ein anderer FSV. Leon Schimunek erzielte in der 51. Minute den Ausgleich. Ein Freistoß von Christian Kohl prallte an der SV/BSC-Abwehr ab und fiel Schimunek vor die Füße. Aus sieben Metern donnerte er den Ball unter die Latte. Das 2:1 erzielte Patrick Feller sehenswert aus der Drehung heraus nach einem schönen Pass von Amir Duric. Danach verpassten die Rimbacher Feller, Duric, Plücker und Hechler reihenweise, alles klar zu machen. Das rächte sich. Mörlenbach stellte um, erhöhte den Druck, und nach einem Zusammenstoß vor Torwart Kouvaras mit Knapp entschied Schiedsrichter Krause auf Elfmeter. Knapp selbst verwandelte zum 2:2 in der 89. Minute.


FSV Rimbach: Kouvaras; Leon Schimunek, Ceneli (28. Olejniczak), Kohl, S. Alter, Spies, M. Müller, Hechler, Feller, Duric, Plücker.
SV/BSC Mörlenbach: Conte; Seltenreich (82. Mohammed), Julian Goderbauer, Lukas Goderbauer, Qoku, Ervin Beka, Fries, Endrit Beka, Knapp, Steffey (67. Aydogan), O. Alter (61. Kiessler).
Tore: 0:1 O. Alter (14.), 1:1 Schimunek (51.), 2:1 Feller (71.), 2:2 D. Knapp (89., Foulelfmeter). Beste Spieler: Olejniczak, Chr. Kohl/Qoku, Knapp.

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300 Zuschauer sehen Rimbachs 2:2 gegen SV/BSC Mörlenbach

FSV Rimbach – SV/BSC Mörlenbach 2:2 (0:1). Das Ergebnis geht in Ordnung. Rimbach kann sich ärgern, wie die Woche zuvor in Fehlheim spät den Ausgleich kassiert zu haben. Mörlenbach kann sich ärgern, aus dem besser geführten Spiel in der ersten Hälfte nicht noch mehr als eine 1:0-Führung mitgenommen zu haben. So sieht es auch Rimbachs Zweiter Vorsitzender Roland Rettig: „Aufgrund zweier völlig verschiedener Hälften geht das Ergebnis in Ordnung. Wir hätten das Spiel in der zweiten Hälfte für uns entscheiden müssen. Doch wenn Torwart Stephano Kouvaras nach dem 2:2 und kurz vor Schluss nicht noch einen Schuss von Dominik Kiessler pariert hätte, wäre das mit dem 2:3 dann doch des Guten zu viel für Mörlenbach gewesen.“ Und Mörlenbachs Spielertrainer Riza Aydogan befand: „Wichtig ist, dass für die Zuschauer im Weschnitztal ein Feiertag ist, wenn Rimbach und Mörlenbach gegeneinander spielen.“

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